Schweiz
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Die deutsche Sprache in der Schweiz
In der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV) sind folgende vier Amtssprachen
auf Bundesebene festgeschrieben:
Sprachen in der SchweizDeutsch 63.7%
Französisch 20.4%
Italienisch 6.5%
Rätoromanisch 0.5%
Andere 9 %
In der Schweiz ist Deutsch auf gesamtstaatlicher
Ebene National- und Amtssprache neben Französisch,
Italienisch und Rätoromanisch, das auf gesamtstaatlicher
Ebene nur im direkten Verkehr mit Rätoromanen
Amtssprache ist. Knapp fünf Millionen Einwohner
der Schweiz (63 % der Bevölkerung) geben
Deutsch als Muttersprache an. Die in der
Schweiz verwendete Form des Standarddeutschen,
das Schweizer Hochdeutsch, weist einige Unterschiede
zur Standardsprache in Deutschland auf. Umgangssprache
ist zudem fast ausschließlich Schweizerdeutsch,
eine Sammelbezeichnung für verschiedene Formen
der angestammten alemannischen Dialekte.
In 17 von 26 Kantonen ist Deutsch
alleinige Amtssprache, in vier weiteren Amtssprache
neben Französisch (Kantone Bern, Freiburg
und Wallis) bzw. neben Italienisch und
Rätoromanisch (Graubünden).
Auf Gemeindeebene kann jede Gemeinde ihre
Amtssprache(n) in eigener Kompetenz festsetzen.
Die Schweiz ist der einzige Staat Europas,
in dem das Jenische, eine Varietät des
Deutschen, mit der Ratifizierung der europäischen
Sprachencharta 1997 als „territorial nicht
gebundene“ Sprache, wenngleich nicht als
Amtssprache anerkannt wurde.
Deutsch (65,6 Prozent der Bevölkerung; 73,3
Prozent der Schweizer; Stand 2010) ist
die meistverbreitete Mutter- und Verkehrssprache
der Menschen in der Schweiz; 17 der
26 Kantone sind einsprachig deutsch. In
weiteren 3 gibt es eine offizielle Zweisprachigkeit:
Bern (mit deutscher Mehrheit), Freiburg und
Wallis (jeweils mit französischer Mehrheit).
Ausserdem gilt Deutsch auch in Graubünden,
neben Italienisch und Rätoromanisch, als Amtssprache.
In den Kantonen Tessin und Jura gibt
es je eine deutschsprachige Gemeinde, sodass
es nur in den Kantonen Neuenburg, Waadt
und Genf keine angestammten deutschsprachigen
Minderheiten gibt. Die einheimische Bevölkerung
spricht in der Deutschschweiz einen der
vielen schweizerdeutschen Dialekte des Alemannischen.
Eine Ausnahme bildet Samnaun, wo ein südbairischer
Dialekt gesprochen wird.
Das Schweiz Deutsch (Schwytzerdütsch) wird
in den deutschsprachigen Gegenden der Schweiz
gesprochen und ist für viele Ausländer
eines der eigenartigsten Phänomene der Schweiz.
Es ist im eigentliche Sinne keine eigene
Sprache, sondern eine Ansammlung von lokalen
Dialekten und Akzenten.
Viele Schweizer sprechen zudem Hochdeutsch,
obwohl Sie dieses oftmals nicht mögen
und als Fremdsprache betrachten. Da sich
die deutschsprachigen Schweizer bis heute nicht
auf eine offizielle Schreibweise oder Grammatik
einigen konnten (selbst das Wort Schwytzerdütsch
wird unterschiedlich buchstabiert), wird als
Schriftsprache Hochdeutsch genutzt.
Verstehen Migranten Schweizerdeutsch?
• 16% verstehen kein Schweizerdeutsch * Alle Gespröche sind auf
Umgangssprache / Standardsprache.
• 84% behaupten, dass sie Schweizerdeutsch verstehen *70.9% dieser
Informanten finden es besser, wenn die deutschsprachigen Schweizer Schweizerdeutsch
mit ihnen sprechen.
• 57,1% hatten Schwierigkeiten beim Verstehen, als sie in die Schweiz
gezogen sind.
• Der Unterschied zwischen Verstehen und Sprechen war höchst signifikant
(p=0.006).
Sprechen Migranten Schweizerdeutsch?
• 32% behaupten, dass sie Schweizerdeutsch sprechen können.
• Migranten, die seit mehr als 3 Jahren in der Schweiz wohnen, sprechen
eher Schweizerdeutsch
• Kein sig. Unterschied zwischen Mдnnern und Frauen
• Kein sig. Unterschied zwischen Dialektsprechern und Nicht-Dialektsprechern
Der Gebrauch von Schweizerdeutsch
• 76% finden dass der Gebrauch von
Schweizerdeutsch in wenigstens einer
Situation unpassend ist.
Dialekt als Sprachbarriere?
• Dialektsprecher haben mehr Schwierigkeiten, die
Hochsprache zu erlernen.
• 14,3% sind dieser Meinung.
• Dialektsprecher finden es schwierig, sich mit
Hochdeutschsprechern zu unterhalten.